“Brücken bauen von Europa in die Regionen”, das ist nicht nur eine Aufgabe, die sich die grüne Europaabgeordneten Franziska Brantner gesetzt hat, sondern auch die Definition dessen, was die “Europe Direct”-Büros erreichen wollen. Kein Wunder also, dass die 30-jährige Politikerin beim Ausflug in den hessischen Teil ihres Betreuungsbezirks, auch dem seit vergangenen Juli eingerichtete Büro beim Odenwald-Kreis einen Besuch abstattete. Am Vormittag war die kosmopolite Europäerin mit Wohnsitzen in Heidelberg und Tübingen bereits im Michelstadter Gymnasium. Dort warb sie bei den Elftklässlerinnen und Elftklässlern für zweisprachigen Unterricht.
Denn, so weiß die Dozentin an der Universität Mannheim aus eigener Erfahrung, “eine solche Möglichkeit ist Gold wert”. Was die Europaabgeordnete an diesem Vormittag den Schülerinnen und Schüler des Michelstadter Gymnasiums schmackhaft machen wollte, hat ihr selbst oft geholfen: Der Schulunterricht in zwei Sprachen. Bei der jungen Parlamentarierin war es das Deutsch-Französische Gymnasium in Freiburg, wo sie die Sprachkenntnisse erwarb, die ihr später ein Studium in Paris und New York ermöglichte.

Doch damit nicht genug. Als Dozentin an der Mannheimer Universität weiß sie, dass viele der wirklich spannenden Studiengänge heute sogar nur noch in Englisch unterrichtet werden. Und bei Zulassungsgesprächen aller Art hat ohnehin einen Trumpf im Ärmel, wer mit einem Zertifikat nachweisen kann, dass er Geschichte, Physik, Mathematik oder Religion in einer anderen Sprache gepackt hat. “Darauf muss man sich einstellen”, so die 30-jährige Europaabgeordnete, “und es ist wesentlich besser man fängt früh damit an”.
Die Chance Europa beim Schopf ergreifen, das möchte auch Bernd Pfaus an seiner neuen Wirkungsstätte, dem “Europe Direct”-Büro. Knapp 60 dieser Büros gibt es in Deutschland, 500 davon in der ganzen Europäischen Union. Die internationalen Beziehungen des Odenwaldkreises sind aber wesentlich älter. Eine Partnerschaft mit Schottland besteht seit knapp 40 Jahren, daran nehmen auch die Feuerwehren teil und haben dieses Freundschaftsband jetzt sogar bis Portugal erweitert. Doch damit nicht genug, es geht natürlich auch um die ganz “harten Fakten” wie Breitbandverkabelung, Wirtschaftsbeziehungen und die europäischen Fördertöpfe.
Thomas Möschner ist nicht nur für das Europa-Büro, sondern auch für Wirtschaftsplanung und die regionalen Aktivitäten beim Landkreis zuständig. Für ihn bietet Europa die Perspektive, Mittel für die Kultur und Kreativwirtschaft an Land zu ziehen und auch ganz neue Sachen anzugehen. Es sind aber nicht nur die Fördermöglichkeiten Europas, die der Kreis seinen Bürgerinnen und Bürgern nahe bringen und zugänglich machen möchte, sondern es soll auch ganz konkrete Hilfe geleistet werden. Da sucht eine mittelständische Firma Kooperationspartner in einem anderen EU-Land, dort hat ein Privatmann Probleme mit seinem Grundstück in Spanien und da gibt es Missverständnisse, weil Gelder für Partnerschaften nicht “zwei Mal” vergeben werden. Mit dem Dilemma hat sich Möschner gerade ganz konkret herumgeschlagen. Bisher konnten nur Vereine und Städte davon profitieren, seit neuestem auch Kreise, doch der gestellte Antrag des Odenwaldkreises wurde abgeschmettert, weil er auch Erbach kam und von dort von einem Verein schon einer, mit allerdings ganz anderem Inhalt gestellt wurde. “Das kann nicht sein”, so Möschner und die Europapolitikerin versprach nachzuhaken und sich stark zu machen für Südhessen. Michael Reuter, SPD-Landtagsabgeordneter und Europapolitischer Sprecher im Landtag, hörte es mit Freuden.

Überraschend positiv, das ist der Eindruck aller Europa-Fans, werden auf die neuen Perspektiven reagiert. Nicht nur die jungen Menschen, alle sehen das ungeheure Potenzial, das hier am Entstehen ist. Da Reuter gelesen hatte, dass Franziska Brantner im Mai Nachwuchs erwartet, hatte er auch gleich das richtige Geschenk für Brüssel und Straßburg parat. Ein Schlafssack vom “Odenwälder BabyNest” in Limbach war es. Nutzung garantiert.
Goldene Chancen beim Schopf ergreifen
“Brücken bauen von Europa in die Regionen”, das ist nicht nur eine Aufgabe, die sich die grüne Europaabgeordneten Franziska Brantner gesetzt hat, sondern auch die Definition dessen, was die “Europe Direct”-Büros erreichen wollen. Kein Wunder also, dass die 30-jährige Politikerin beim Ausflug in den hessischen Teil ihres Betreuungsbezirks, auch dem seit vergangenen Juli eingerichtete Büro beim Odenwald-Kreis einen Besuch abstattete. Am Vormittag war die kosmopolite Europäerin mit Wohnsitzen in Heidelberg und Tübingen bereits im Michelstadter Gymnasium. Dort warb sie bei den Elftklässlerinnen und Elftklässlern für zweisprachigen Unterricht.
Denn, so weiß die Dozentin an der Universität Mannheim aus eigener Erfahrung, “eine solche Möglichkeit ist Gold wert”. Was die Europaabgeordnete an diesem Vormittag den Schülerinnen und Schüler des Michelstadter Gymnasiums schmackhaft machen wollte, hat ihr selbst oft geholfen: Der Schulunterricht in zwei Sprachen. Bei der jungen Parlamentarierin war es das Deutsch-Französische Gymnasium in Freiburg, wo sie die Sprachkenntnisse erwarb, die ihr später ein Studium in Paris und New York ermöglichte.
Doch damit nicht genug. Als Dozentin an der Mannheimer Universität weiß sie, dass viele der wirklich spannenden Studiengänge heute sogar nur noch in Englisch unterrichtet werden. Und bei Zulassungsgesprächen aller Art hat ohnehin einen Trumpf im Ärmel, wer mit einem Zertifikat nachweisen kann, dass er Geschichte, Physik, Mathematik oder Religion in einer anderen Sprache gepackt hat. “Darauf muss man sich einstellen”, so die 30-jährige Europaabgeordnete, “und es ist wesentlich besser man fängt früh damit an”.
Die Chance Europa beim Schopf ergreifen, das möchte auch Bernd Pfaus an seiner neuen Wirkungsstätte, dem “Europe Direct”-Büro. Knapp 60 dieser Büros gibt es in Deutschland, 500 davon in der ganzen Europäischen Union. Die internationalen Beziehungen des Odenwaldkreises sind aber wesentlich älter. Eine Partnerschaft mit Schottland besteht seit knapp 40 Jahren, daran nehmen auch die Feuerwehren teil und haben dieses Freundschaftsband jetzt sogar bis Portugal erweitert. Doch damit nicht genug, es geht natürlich auch um die ganz “harten Fakten” wie Breitbandverkabelung, Wirtschaftsbeziehungen und die europäischen Fördertöpfe.
Thomas Möschner ist nicht nur für das Europa-Büro, sondern auch für Wirtschaftsplanung und die regionalen Aktivitäten beim Landkreis zuständig. Für ihn bietet Europa die Perspektive, Mittel für die Kultur und Kreativwirtschaft an Land zu ziehen und auch ganz neue Sachen anzugehen. Es sind aber nicht nur die Fördermöglichkeiten Europas, die der Kreis seinen Bürgerinnen und Bürgern nahe bringen und zugänglich machen möchte, sondern es soll auch ganz konkrete Hilfe geleistet werden. Da sucht eine mittelständische Firma Kooperationspartner in einem anderen EU-Land, dort hat ein Privatmann Probleme mit seinem Grundstück in Spanien und da gibt es Missverständnisse, weil Gelder für Partnerschaften nicht “zwei Mal” vergeben werden. Mit dem Dilemma hat sich Möschner gerade ganz konkret herumgeschlagen. Bisher konnten nur Vereine und Städte davon profitieren, seit neuestem auch Kreise, doch der gestellte Antrag des Odenwaldkreises wurde abgeschmettert, weil er auch Erbach kam und von dort von einem Verein schon einer, mit allerdings ganz anderem Inhalt gestellt wurde. “Das kann nicht sein”, so Möschner und die Europapolitikerin versprach nachzuhaken und sich stark zu machen für Südhessen. Michael Reuter, SPD-Landtagsabgeordneter und Europapolitischer Sprecher im Landtag, hörte es mit Freuden.
Überraschend positiv, das ist der Eindruck aller Europa-Fans, werden auf die neuen Perspektiven reagiert. Nicht nur die jungen Menschen, alle sehen das ungeheure Potenzial, das hier am Entstehen ist. Da Reuter gelesen hatte, dass Franziska Brantner im Mai Nachwuchs erwartet, hatte er auch gleich das richtige Geschenk für Brüssel und Straßburg parat. Ein Schlafssack vom “Odenwälder BabyNest” in Limbach war es. Nutzung garantiert.